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Programm der Volkshochschule Bad Oeynhausen
   
1250-Jahrfeier von Rehme
Vortragsreihe
In Zusammenarbeit mit dem Vereinsring Rehme e.V. und dem Stadtarchiv Bad Oeynhausen
Der Bad Oeynhausener Stadtteil Rehme, bis 1972 selbstständige Gemeinde, kann in diesem Jahr auf eine 1250-újährige Geschichte zurückblicken. Der Ort wird in den fränkischen Reichsannalen 753 erstmals als „Rimi“ erúwähnt. In Zusammenhang mit diesem Jubiläum hat ein Arbeitskreis unter der Regie des Vereinsringes Rehme und des Stadtarchivs Bad Oeynhausen Aspekte der Rehmer Vergangenheit untersucht und neue Erkenntúnisúse gewonnen. Ausgewählte Themen werden in der Vorútragsreihe, die in dem traditionsträchtigen Rehmer Heiúmathaus stattfindet, vorgestellt und mit Dias veranúschaulicht. Die Beiträge der Vortragsreihe sowie weitere Texte zur Geschichte von Rehme werden in dem Buch „1250 Jahre Rehme. Beiträge zur Orts- und Heimatúgeschichte“ Mitte 2003 veröffentlicht.
Sammelkarten für alle 6 Vorträge der Vortragsreihe sind im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Volksúhochschule, im Stadtarchiv oder an der Abendkasse erhältlich.

 

1.102    1.  Das Kirchspiel Rehme im 19. und 20. Jahrhundert
Vortrag
Rehme gilt als eine Urpfarrei der Diözese Minden und hat als Zentrum eines Kirchspiels eine herausragende Bedeutung für den heimischen Raum. Noch im 19. Jahrúhundert umfasste der kirchliche Einzugsbereich der Rehmer Pfarrei die Bauerschaften Rehme mit Babbenúhausen und Oberbecksen, Niederbecksen, Dehme, Neuúsalzwerk sowie zwölf Höfe der Bauerschaft Melbergen. Mit der Auspfarrung von Bad Oeynhausen wurde in der Geschichte des Kirchspiels eine Phase der Neuordnung eingeleitet, die dazu führte, dass heute nur noch der Ort Rehme selbst eine Kirchengemeinde bildet. Hermann Ovesiek, emeritierter Pfarrer der Kirchengemeinde Babúbenhausen-Oberbecksen, und Andreas Huneke, Pfarrer der Kirchengemeinde Rehme, skizzieren die Entwickúlunúgen des Kirchspiels im 19. und 20. Jahrúhundert.

Hermann Ovesiek, Andreas Huneke

Mittwoch, 7. Mai, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €

 

1.103    2. Der Rehmer Friedhof
Vortrag
Geburt und Tod als elementarste Ereignisse des menschlichen Daseins waren jahrhundertelang in kirchúliche Rituale eingebettet, fassbar und verstehbar geúmacht. Traditionell befanden sich deshalb Friedhöfe um die Kirche, inmitten des dörflichen Lebens, so auch in Rehme. Erst zunehmende Bevölkerungszahlen führten Mitte des 19. Jahrhunderts dazu, dass ein neuer Beúgräbnisplatz eröffnet werden musste. Dieser diente auch der neu entstandenen Stadt Bad Oeynhausen als Friedúhof. Alteingesessene Rehmer Familien nahmen es lange Zeit jedoch nicht widerspruchslos hin, dass ihre alten Erbbegräbnisstätten an der Rehmer Kirche nicht mehr belegt werden durften. Die Referentin, Archivarin im Stadtarchiv Bielefeld, wird die Geschichte des Rehmer Friedhofs unter Beachtung sozialer Aspekte darstellen.

Bärbel Sunderbrink

Mittwoch, 14. Mai, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €

 

1.104    3. Alte Höfe der Bauerschaft Rehme
Vortrag
Nach einem Register der brandenburgischen Verwaltung aus den Jahren 1685-1694 wurden 99 Höfe der Ortschaften Rehme, Babbenhausen, Oberbecksen und Rahlmissen zur Bauerschaft Rehme zusammengefasst. Sie erhielten Hausnummern, die bis zur Einführung der Straßennamen 1935 verwendet wurden. Die Referenten haben in den vergangeúnen Monaten die Spuren dieser 99 Höfe bis in die Geúgenwart verfolgt. Neben der Lage, Besitzerwechseln und Größenangaben konnte jedoch bei einigen Höfen auch festgestellt werden, dass sie schon in der ersten systeúmatischen Landesbeschrei-úbung der Grafschaft Ravensúberg im Jahre 1556 erwähnt sind. Der Arbeitskreis stellt nach einer allge-meinen Einleitung die Geschichte ausúgewählter Höfe vor.

Hermann Ovesiek, Karl-Heinz Lütnant,
Heinz Wilmsmeier und Wilhelm Wilmsmeier

Mittwoch, 21. Mai, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €

 

1.105    4.  Die Rehmer „Körfker“ – Industriekorbflechterei an der mittleren Weser
Vortrag
Das Gebiet der mittleren Weser entwickelte sich im 19. Jhd. zu einer überregional bedeutenden Korbflechterúregion. Neben Rinteln und Exten wurde insbesondere Rehme zu einem Standort dieses Gewerbes. Um 1900 arbeiteten im Amt Rehme ca. 60 Korbflechter. Jährlich wurden zu zehntausenden einfache Packkörbe, Schrauúbenkörbe und Fischkörbe für die Industrie bzw. die Küstenfischerei gefertigt und mit der Bahn sowie über die Weser versandt. Die Weserweiden an den Flussúufern und die Kulturweiden auf der „Rehmer Insel“ boten zunächst die Materialgrundlage. Die letzten Rehmer „Körfker“ gaben nach 1950 auf und sind heute fast vergessen. Ihre Lebensverhältnisse sowie die Wurzeln und die Entúwicklung dieses Gewerbes stellt der Volkskundler Ulrich Tapper in seinem Referat vor.

Ulrich Tapper

Mittwoch, 28. Mai, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €

 

1.106    5.  Heinrich Schrader (1710-1779) – ein Rehmer Pastor im 18. Jahrhundert
Vortrag
Heinrich Schrader, 1710 in Herford geboren, studierte in Jena und Halle und wurde 1739 als Hilfsprediger, 1741 als Pfarrer in Rehme eingeführt. 1779 starb Schrader, dessen Erklärung des Römerbriefes 1767 in Halle veröffentlicht wurde, in Rehme. Eine Tochter Schraders ist die Mutter des bekannten Astronomen Friedrich Wilúhelm Bessel. Der Referent, selbst Pfarrer i.R., gewährt Einblick in die Lebens- und Geisteswelt eines Rehmer Pastors im 18. Jahrhundert. Über Biographiúsches hinaus finden die Zeitumstände und herausraúgenúde Ereignisse in der Geschichte des Kirchspiels zur Zeit Schraders Beachtung. Es wird zu hören sein von Bränúden, den Bemühungen um den Bau einer Werrebrücke nach Dehme und einer streitbaren Pfarrwitwe, die um ihre Versorgung kämpften musste.

Rüdiger Bremme

Mittwoch, 4. Juni, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €

 

1.107    6. Zur Geschichte des Rehmer Marktes
Vortrag
Der Rehmer Markt ist weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt und zählt zu den beliebtesten Volksúfesten der Region. Alljährlich am letzten Mittwoch und Donnerstag im Monat August ziehen zahlreiche Vergnüúgungsangebote Besucher von nah und fern an. Obwohl der Rehmer Markt eine lange Tradition als Viehmarkt hat, können sich nur die Älteren noch daran erinnern, dass Schweine und Pferde zum Kauf angeboten wurúden. Ein Schwerpunkt des Referenten wird die Entwick-lung und Bedeutung des Marktes im 19. Jahrhundert sein. Dabei wird auch zur Sprache kommen, dass in der Vergangenheit nicht alle Marktbesucher friedlich waren.

Rico Quaschny

Mittwoch, 11. Juni, 20.00 Uhr
Rehmer Heimathaus, Auf dem Köppen 24                                            4,- € / 2,- €
Sammelkarte für alle 6 Vorträge                                                         12,- € / 6,- €